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Johannes-Dieter Steinert – Von der Gstättn nach Auschwitz. Jüdische Kinderzwangsarbeit

8.November @ 18:30 - 20:00

Der Vortrag basiert auf einem Forschungsprojekt, in dessen Verlauf – neben zeitgenössischen Dokumenten – über fünfhundert autobiographische Zeugnisse ausgewertet wurden, in denen Überlebende des Holocaust über ihre Zeit unter deutscher Besatzung, über Ghettos und Lager, das Schicksal der Familie sowie ihre Zwangsarbeit berichteten. Jüdische Kinder mussten in allen Bereichen der Industrie, im Bergbau und in der Landwirtschaft arbeiten. Sie arbeiteten in den Ghettos, in den Konzentrations- und Mordlagern sowie beim Bau von Autobahnen und Eisenbahnstrecken, Verteidigungsanlagen, Kasernen und Flugplätzen. Anhand ausgesuchter Beispiele soll der Bogen gespannt werden von der Zwangsarbeit jüdischer Kinder auf der Wiener Mistgstätten 1938 bis zum Sonderkommando in Auschwitz. Abschließend geht es um die in den Selbstzeugnissen reflektierten Gründe für das eigene Überleben und die lebenslangen Folgen von Zwangsarbeit im Schatten des Holocaust. Johannes-Dieter Steinert ist Professor für Modern European History and Migration Studies an der University of Wolverhampton in Großbritannien. Zu seinen jüngsten Veröffentlichungen zählen: Deportation und Zwangsarbeit. Polnische und sowjetische Kinder im nationalsozialistischen Deutschland und im besetzten Osteuropa 1939–1945, Essen 2013 sowie Holocaust und Zwangsarbeit. Erinnerungen jüdischer Kinder 1938–1945, Essen 2018

Details

Datum:
8.November
Zeit:
18:30 - 20:00
Veranstaltungkategorie:

Veranstaltungsort

Haus-, Hof- und Staatsarchiv
Minoritenplatz 1 1010 Wien
1010 Wien, 1010
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